Projektziel

Ziel des Projekts TransMiT ist die Entwicklung und Erprobung einer integrierten und maßnahmenoffenen Planung zur nachhaltigen und ressourcenoptimierten Transformation bestehender Entwässerungssysteme im innerstädtischen Bestand.

Dabei will das Projekt nicht nur beispielhafte Umsetzungen zeigen, sondern Unterstützung auf dem Weg dorthin liefern.


Projektlaufzeit

Die Arbeiten am Forschungsprojekt TransMiT haben im April 2019 begonnen. Das Projekt wird bis März 2022 laufen.


Strategiekomponenten

Die Ergebnisse der einzelnen Umsetzungspiloten werden in den Strategiekomponenten Institutionalisierung, Hybride Flächennutzung, Quartiersqualität und Systemintegration zusammengeführt.


Forschungsschwerpunkte

Für die organisatorische Zuordnung der einzelnen Umsetzungspiloten erfolgt eine Gliederung der Umsetzungspiloten in die folgenden Forschungsschwerpunkte:

- Institutionalisierung

- Systemintegration

- Blau-grüne Infrastrukturen

- Niederschlagswasser-Qualität


Umsetzungspiloten

Die Arbeiten im Projekt TransMiT finden in 10 Umsetzungspiloten statt. Durch Klick auf die einzelnen Umsetzungspiloten erhalten Sie weitere Informationen über die geplante Umsetzung und Forschung:

- UP 1 "Institutionalisierung"

- UP 2 "Synergetische Nutzung von Dachflächen"

- UP 3 "Potentiale Fassadengestaltung / Moos"

- UP 4 "Oberflächige (Not-)Wasserwege "

- UP 5 "Wasserelemente in städtischen Quartieren"

- UP 6 "Öffentliche Nutzung von Retentionsräumen"

- UP 7 "Weitergehende Reinigung von Regenwasser"

- UP 8 "Integrale Siedlungsentwässerung - Kanal"

- UP 9 "Integrale Siedlungsentwässerung - Kläranlage"

- UP 10 "Ressourcenoptimiertes Stoffstrommanagement im Quartier"


Förderung

Die Förderung des Projektes erfolgt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Leitinitiative Zukunftsstadt und hier der Fördermaßnahme „Ressourceneffiziente Stadtquartiere für die Zukunft“ (RES:Z).


Kurzbeschreibung des Projektes

Die in den letzten Jahren mit Engagement vorangetriebene Transformation der Siedlungsentwässerung im Bestand zeigt deutliche Grenzen der allein durch die Stadtentwässerungen erreichbaren Umsetzung im Bestand. Ziel des Vorhabens TransMiT ist es daher aufzuzeigen und zu bewerten, wie städtebauliche mit wasserwirtschaftlichen Aspekten bei einer Quartiers- und Infrastrukturplanung unter Berücksichtigung einer Gesamtbetrachtung der Ressourcen (Akzeptanz und Beteiligung, Umsetzbarkeit, Umweltbelastung, Ressourcenverbrauch…) langfristig synergetisch verknüpft werden können. Hierfür werden in drei systemcharakteristischen Bestandsquartieren der Städte Braunschweig, Hannover und Hildesheim unterschiedliche Forschungsansätze in der Praxis als Umsetzungspiloten (UP) untersucht, die auf transformationsrelevante technische und organisatorische Aspekte der ressourcenoptimierten Transformation von Misch- und Trennentwässerungen fokussieren. Im Kern des Vorhabens steht damit die exemplarische Konzeptentwicklung und -übertragung im Rahmen einer integralen, fallspezifischen und maßnahmenoffenen Planung. Als Basis einer strategischen Quartierentwicklung werden dabei folgende aktuelle Forschungsansätze in der Praxis erprobt und bewertet: UP1 „Institutionalisierung“ (Kostenverteilung, Prozessorganisation, Aktivierung privater Akteure), UP2 „Synergetische Nutzung von Dachflächen“, UP3 „Potentiale Fassadengestaltung / Moos“, UP4 „Oberflächige (Not-)Wasserwege“, UP5 „Wasserelemente in städtischen Quartieren“, UP 6 „Öffentliche Nutzung von Retentionsräumen“, UP 7 „Weitergehende Reinigung von Regenwasser“, UP8/9 „Integrale Siedlungsentwässerung – Kanal/Kläranlage“, UP10 „Ressourcenoptimiertes Stoffstrommanagement im Quartier“. Ausgehend von innovativen Maßnahmen im Bereich der urbanen Wasserwirtschaft, werden so durch das Projekt ressourcenoptimier­te Transformationspfade aufgezeigt, die unter Beteiligung aller maßgeblichen kommunalen Akteure Entwicklungen für eine lebenswerte und nachhaltige Stadt anstoßen.

Über den Quartiersansatz sowohl bei der Weiterentwicklung von Infrastruktursystemen der Wasserwirtschaft im Bestand, als auch bei der Potentialanalyse im dritten Jahr des Projektes, wird durch frühzeitige Identifikation städtebaulich unterschiedlicher Strukturen (Quartierstypologien) der Transformationsprozess beschleunigt. Die hierzu ebenfalls notwendige Weiterentwicklung integrierter Planungsprozesse mit u.a. einer frühzeitigen Mobilisierung maßgeblicher Akteure und der Entwicklung innovativer Kostenverteilungs- und Kostenübernahmemodelle, bildet im Projekt einen besonderen Schwerpunkt. Als konkrete und verwertbare Ergebnisse werden nach Projektabschluss für zwei Modellquartiere quartiersspezifische Aktionspläne zur Umsetzung eines ressourcenoptimierten Trennsystems (bzw. adaptierten Mischsystems) vorliegen. Darüber hinaus werden praxisorientierte Steckbriefe und Webtools differenziert nach Zielgruppen (Experte, Kommune/Politik, Bürger) für einen niedrigschwelligen Informationstransfer zur Verfügung stehen. Die Erkenntnisgewinne aus TransMiT unterstützen damit innovative Systemansätze und positive Wechselwirkungen mit anderen städteplanerischen Ansätzen, sodass bei der Quartiersentwicklung neue Konzepte über passgenaue Planung zum Tragen kommen können.